31.10.14

Das Gespenst von Canterville


"Das Gespenst"
Rolle: Das Gespenst, Sir Simon de Canterville
Regie: Suusanne Lietzow
(Szene mit Nadine Quittner)
Foto: Matthias Horn 2014


"Das Gespenst"
Rolle: Das Gespenst, Sir Simon de Canterville
Regie: Suusanne Lietzow
(Szene mit Anré Kazsmarczik vorn)
Foto: Matthias Horn 2014



"Das Gespenst"
Rolle: Das Gespenst, Sir Simon de Canterville
Regie: Suusanne Lietzow
(Szene mit Nadine Quittner (Virginia Otis, die Tochter),
Tobias Krüger(Washington Otis, Zwilling),
Thomas Eisen (Mr. Hiram B. Otis, der Vater), Duan Özer (Idaho Otis, Zwilling),
 Oda Pretzschner (Mrs. Lukretia R. Otis, Mr. Otis' Frau),
Justus Pfannkuch (Sir Cecil von Kenilworth, ein Herzog
Foto: Matthias Horn 2014












14.8.14

3 Wochen durch den Westen der USA



"Get your motor runnin'
Head out on the highway
Looking for adventure
In whatever comes our way"

Foto: privat

"Meine Gedanken gleiten ab. Da ist die Medailie im Rucksack. Man, bin ich stolz auf die. So, als würde ich Olympiagold nach Hause bringen. Vor 3 Wochen flogen wir geradezu an uns selbst vorbei in die andere Richtung. Wir haben die Golden Gate Bridge gesehen und ihren tanzenden Busfahrer, sind Rikscha am Fisherman's Wharf gefahren, sind mit unserem fahrenden Hotel die Küstenstraße am Pazifik nach Santa Barbara gerollt. Da war das geile Auto, ohne Namen. Drei Tage sind wir kreuz und quer mit ihm durch LA gedüst, haben in Holywood die Oberen Zehntausend besucht und voll gedröhnte Junkis auf der Straße liegen sehen. Wir waren in der Einsamkeit von Salome, haben das Beten gelernt vor den Schluchten des Grand Canyon. Wir waren auf der Route 66 - lebendig, wie in einem Film und verloren Dollar am Roulettetisch in Las Vegas. Und dann diese Riesen. Die Bäume im Yosemite! Die haben schon zu Christi Geburt gelebt. Zeit ist eben nur ein Anhaltspunkt."


4000 Kilometer Strecke lang, durch Californien, Arizona und Nevada, fanden wir uns in guten Händen. Offene Arme überall.  


hier gehts zum Reisebericht

7.7.14

Es läuft


„Läufst du?"
"Ja."
"Du läufst?"
"Ja."

"Oder gehst du?“
„Ich laufe!“
„Also gehst du?“
„Nein ich laufe!“

„Zu Fuß?“
„Ja.“
„Na also!“
„Was?“
„Du läufst zu Fuß, also gehst du.“
„Ich gehe nicht.“

„Nun sei doch nicht so aggressiv!"
Ich bin aggressiv, weil ich laufe?"
"Weil du gehst."
„Ich laufe, verdammt noch mal.“

„Du nimmst dich viel zu wichtig.“
“Ich nehme mich wichtig, weil ich laufe und nicht gehe?“ 
"Du weißt doch gar nicht was du willst."
"Ich laufe."

„Aber irgendwann wirst du doch auch mal gehen.“
„Ja, irgendwann.“
"Wann?“
„Herrgott, das weiß ich doch jetzt noch nicht.“
„Du läufst doch vor dir selber weg.“

„Jetzt hast du es zugegeben.“
„Was?“
„Das ich laufe und nicht gehe, wenn ich laufen sage.“
„Das ist doch das selbe!“
„Das ist überhaupt nicht das selbe“

er zieht die Waffe

„Nimm die Waffe weg!“
„Sag erst, dass ich laufe!
„Ich wußte es, du bist aggressiv."
"Sag, das ich laufe."

"Du bist aggressiv,  weißt nicht was du willst und läufst vor dir selber weg, vor deinem Alter, vor deinen Ängsten, vor deinen ungelösten Problemen, vor deiner Kindheit, deinen Komplexen, merkst du das nicht?!“
„Sag es!“
„Ich sage überhaupt nichts du Asphalfaschist, du Diktator der Waldwege, du Pulsmesserfutzi!“

er schießt ihm ins Bein

„Verdammt noch mal, siehst du nicht, wie das Blut läuft?!“
„Ja, ich sehe es.“
„Du siehst es und bleibst so ruhig?!“
„Ja."
"Warum?"
"Weil es läuft."

er erschießt ihn 




©AM2014

6.7.14

Die Motte



Gestern, am Donnerstag, war ich krank,
da war eine lästige Motte im Schrank.
Die klopfte, beständig an die Tür. 
Da rief ich: „Du Falter, was kann ich dafür,
dass du dich verirrst in meinen Kleidern?“ -
und beschloss die Befreiung, der Motte zu verweigern!

„Außerdem hatte ich Schmerzen in der Brust
und aufzustehen daher überhaupt keine Lust.
Morgen ist Freitag und auch noch ein Tag,
da lass ich dich frei, - aber nur wenn ich mag.
Ich schlürfe jetzt Tee und schlucke Tabletten,
salbe die Brust und hüte die Betten!“

Gesagt, getan war sie nun stumm,
Dreht' ich mich zu anderer Seite um,
Legt die Glieder zur Ruh, - nun war es genug, 
schon vergessen die Plage, die ans Holze schlug.
Doch der Schlaf verweigerte die stete Gunst!
Der Falter hatte mir glatt die Stimmung verhunzt!

„Warum störst du denn meine Therapie?!
Das werd ich dir nie verzeihen – nie! “
Da kommt so ein hergeflogenes Tier
und stört meinen Husten, um viertel nach vier.
Nein! - ich werde mich nicht erregen.
Am End wegen einer Motte die Glieder bewegen.

„Hier! - sieh meine Pillen auf dem kleinen Tablett,
die bringen mir Schlaf, die sind zu mir nett.
Zwei in den Mund, etwas Wasser dazu,
Schon fallen die Lider - himmlische Ruh.
Egal wer da stört, wird nicht mehr gehört,
wer immer was will – 's ist endlich still.“

Im Traume jedoch tief, - oh Gram,
geschah es, dass der Falter mir näher kam.
Ganz leise, zirpend kommt der Wicht
singt Lieder mir vor, vom Jüngsten Gericht.
und haucht mir ein ins Mark und Bein,
mit feiner Stimme: „Schlaf doch du, Schwein!“

„Bleibe Fleisch und faule fett, 
du Herrenkind im Menschenbett!
Du König aller Lebewesen -
willst genesen? Sollst verwesen!“
Schon aufgeblasen stand vor mir,
verwandelt rasch ein Ungetier.

Ein Hyäne bissig, wild in ihrer Mähne,
vergrub in meinem kranken Hals die Zähne.
Das warme Blut floss auf das Laken,
ersoffen nun auch die Kakerlaken
und stille – ach, mein toter Mund,
im Schnee erstickt auf kühlem Grund.

Am Morgen - Licht! - Befreites Erwachen!
Ich stürze zum Schrank – zu den sieben Sachen.
„Oh, Motte – verzeih, ich bin nun bekehrt,
was hab ich getan? Dir den Ausflug verwehrt?
Ich lade dich ein, das sollst du wissen,
zu Honig und Wein auf meine Kissen.“

Wo bist du zu früh, erfrischender Stund‘?
Ich bin aus der Hölle erwacht - und gesund.
Hier steht der Sünder, der dich nun liebt
und dir sein halbes Königreich gibt.
Doch am Boden im Schrank – oh bittere Not,
da lag still die Motte – nackt und tot.


©AM2014

21.6.14

Der Selbstmörder



"Der Selbstmörders"
Nikolai Errdmann 
Rolle: Selbstmörder
Regie: Thomas Birkmeir
(Szene mit Anna-Katharina Muck)
Foto: David Baltzer 2014


"Der Selbstmörders"
Nikolai Errdmann 
Rolle: Selbstmörder
Regie: Thomas Birkmeir
(Szene mit Lars Jung)
Foto: David Baltzer 2014


"Der Selbstmörders"
Nikolai Errdmann 
Rolle: Selbstmörder
Regie: Thomas Birkmeir
(Szene mit Pauline Kästner)
Foto: David Baltzer 2014


"Der Selbstmörders"
Nikolai Errdmann 
Rolle: Selbstmörder
Regie: Thomas Birkmeir
Foto: David Baltzer 2014



"Der Selbstmörders"
Nikolai Errdmann 
Rolle: Selbstmörder
Regie: Thomas Birkmeir
(Szene mit Holger Hübner, Nina Gummich, Pauline Kästner, 
Matthias Luckey, Lars Jung v.l.n.r.)
Foto: David Baltzer 2014



"Der Selbstmörders"
Nikolai Errdmann 
Rolle: Selbstmörder
Regie: Thomas Birkmeir
Foto: David Baltzer 2014



"Der Selbstmörders"
Nikolai Errdmann 
Rolle: Selbstmörder
Regie: Thomas Birkmeir
(Szene mit Justus Pfankuch, Lars Jung, Hannelore Koch und Anna-Katharina Muck v.l.n.r.)
Foto: David Baltzer 2014



"Der Selbstmörders"
Nikolai Errdmann 
Rolle: Selbstmörder
Regie: Thomas Birkmeir
(Szene mit Hannelore Koch, Anna-Katharina Muck, Holger Hübner und Pauline Kästner v.l.n.r.)
Foto: David Baltzer 2014



"Der Selbstmörders"
Nikolai Errdmann 
Rolle: Selbstmörder
Regie: Thomas Birkmeir
(Szene mit Anna-Katharina Muck)
Foto: David Baltzer 2014










12.5.14

Kommt ein Mann zum Arzt


Der folgende Text entstand, da ich der geschätzten Schauspielerin Hanne Koch einen Vorschlag machen wollte. Sie, die skeptische Schwiegermutter im Stück "Der Selbstmörder", war Ende des ersten Aktes vor eine schwere Aufgabe gestellt. Sie sollte mir einen Witz erzähle, um mich vom Selbstmord abzuhalten. Es kam nie zu der Verwirklichung meiner Idee. Aber gut, dass wir mal drüber geredet haben.


"Kommt ein Mann zum Arzt, sagt der Doktor: ich kann nicht lesen, aber ziehen Sie sich schon mal aus. Sagt der Mann ... also der Mann, der Mann hat das gesagt, nicht der Doktor, der Doktor saß ja da, der konnte lesen, aber der Mann, der reinkam, der eben nicht... Nur so ein paar Worte. Das muss man wissen um den Witz zu verstehen! Also jedenfalls zieht er sich aus… und das dauert und dauert, weil er sehr viel an hatte, die Jacke, das Hemd, die Hose, ... und während er sich so auszieht, wie gesagt, er konnte nicht lesen! - Ich sag's nur wegen der Pointe, denn wenn man den Witz nicht wirklich genau erzählt, versaut man sie, ….die Pointe, das wäre schade. Also sag ichs lieber vorher... Hatte ich erwähnt, das der Mann Walter heißt? Egal, also...springt die Türe auf, der Doktor kommt herein, ... nein! - genau gesagt... springt der Doktor auf, denn der Mann kommt rein und … jetzt kommt's... sagt doch der ...zu dem, ….so als wäre nicht gewesen: "Mensch Walter, ich kann nicht lesen... zum, ... weil der, ...das muss man wissen, um den Witz zu verstehen..., sonst versaut der ...Mann den... Doktor... hatte ich erwähnt, das der Ernst Arzt heißt?!

Nein?

Schade."



©AM2014

28.3.14

Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui


"Der aufhaltsame Austieg des Arturo Ui"
Bertold Brecht
Rolle: Clark, Der Schauspieler u.a.
mit Christian Friedel in der Titelrolle
Regie: Tilmann Köhler
Foto: Karoly Risz 2014


"Der aufhaltsame Austieg des Arturo Ui"
Bertold Brecht
Rolle: Clark, Der Schauspieler u.a.
mit Christian Friedel in der Titelrolle
Regie: Tilmann Köhler
Foto: artgenossen tv 2014


"Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui"
Bertold Brecht
Rolle: Clark, Der Schauspieler u.a.
mit Christian Friedel in der Titelrolle
Regie: Tilmann Köhler
Foto: David Balzer 2014







18.1.14

Die letzten Tage der Menschheit


"Die letzten Tage der Menschheit"
Karl Kraus
Rolle: Der Nörgler u.a.
Regie: Wolfgang Engel
Foto: David Balzer 2014



"Die letzten Tage der Menschheit"
Karl Kraus
Rolle: Der Nörgler u.a.
rechts: Matthias Reichwald als Optimist
Regie: Wolfgang Engel
Foto: David Balzer 2014



"Die letzten Tage der Menschheit"
Karl Kraus
Ensemble
Rolle: Der Nörgler u.a.
Regie: Wolfgang Engel
Foto: David Balzer 2014



"Die letzten Tage der Menschheit"
Karl Kraus
Ensemble
Rolle: Der Nörgler u.a.
Regie: Wolfgang Engel
Foto: David Balzer 2014